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Ruzowitzky macht großes Kino

Stefan Ruzowitzky hat Hermann Hesses "Narziss und Goldmund" verfilmt. Wir trafen ihn zum Interview!

12.03.2020
Es ist die Geschichte einer Freundschaft, jene zwischen einem Glaubensmann (Narziss) und dem lebensfrohen Goldmund, der lieber in die Welt hinaus will, um sie zu entdecken, anstatt hinter Klostermauern zu Gott zu beten. Hesses Roman spielt im Mittelalter, entstand aber in den späten 1920er Jahren und erfährt durch Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher") nun seine allererste Verfilmung überhaupt.

Herr Ruzowitzky, "Narziss und Goldmund" wurde bisher noch nie verfilmt. Wieso eigentlich nicht?
Stefan Ruzowitzky: Es wurde oft versucht, das auf die Reihe zu bekommen, aber niemandem gelang es. Einer meiner guten Ideen war es, eine Rahmenhandlung aufzubauen, denn es war immer ein Problem, dass bei Hesse der Narziss ja nur ganz am Anfang und ganz am Ende vorkommt. Wenn man behauptet, man erzählt die Geschichte einer großen Freundschaft, und einer der beiden Freunde ist eigentlich nie da, ist das filmisch schwierig. Ich bin auf diese Weise nahe bei der literarischen Vorlage geblieben.

Was ist für Sie das Besondere an diesem Buch?
"Narziss und Goldmund" wird von vielen Lesern als eine Art Lebenskompass empfunden. Erstmals las ich das Buch mit 16, und beim Wiederentdecken fielen mir schon ganz andere Dinge auf als damals. Die homoerotischen Untertöne habe ich als Jugendlicher gar nicht bemerkt. Aber sie sind stark vorhanden. Narziss sagt zu Goldmund: Du träumst von Mädchen, ich träume von Jünglingen. Wenn mir das ein Freund sagt, dann werte ich das als Coming Out. Aber Narziss ist nicht schwul, weil er ein asexueller Mensch ist. Er erlaubt sich keine Sexualität und keine Gefühle.

Ihre Kinofassung hat einen großen Anspruch, sieht sehr teuer aus.
Wir hatten damit großes Unterhaltungskino vor, im besten Sinne. Es gibt hier genügend Schauwerte, befeuert von Hesses philosophischen Gedanken und der schönen Sprache. Diese schöne Sprache verstärke ich durch die schönen Bilder. Wenn ich einen Film drehen würde, der im Mittelalter spielt, dann würde ich das viel düsterer und dreckiger anlegen, aber hier geht es eben um Hesses Mittelalter, und das ist nun einmal sehr romantisiert. Hesse zeichnet eine Welt durch die Augen eines schwärmerischen Künstlers, und deshalb nimmt man diese Welt als so farbenprächtig und üppig wahr.

Wie bewerten Sie den Einfluss von Religion und Religiosität im Buch? Welche Gedanken hatten Sie zur Darstellung von Gottesfurcht und Abgeschiedenheit?
Für mich als nicht religiösen Menschen geht es da sehr um den Konflikt zwischen einem intellektuellen Lebensstil versus einen Menschen der Tat, der sich ins Leben stürzt. Als moralisch-religiöse Frage ist für mich am interessantesten, was Narziss sich am Ende fragt: Hat Gott nicht die Sünde geschaffen, damit wir auch Sünden begehen, Fehler machen, dafür bestraft werden und daraus lernen und daran wachsen? Das ist schon eine interessante religiöse Frage. Narziss stellt die Frage, ob es nicht feig sei, wie er sein Leben lebt: Er bleibt im Kloster hocken, da kann ihm nichts passieren und er kommt erst gar nicht in Versuchung. Aber ist das die Idee vom lieben Gott? Hat er nicht die Sünde geschaffen, damit ich mich auf etwas einlasse und etwas entdecke?

Sind Produktionen wie diese überhaupt noch zeitgemäß? Immerhin gehören inzwischen fast alle Studios Disney und der Rest der Filmunterhaltung findet über Streamingdienste statt. Wo ordnet sich ein Film wie Ihrer da ein?
Es macht durchaus Sinn, diese Geschichte für ein breites Publikum aufzubereiten, denn auch das Buch ist ja sehr breitenwirksam und episch erzählt. Das Buch ist kein kleines, kontroversielles Werk, das man mit zuviel Budget getötet hätte, im Gegenteil. Es verlangt nach großem Kino. "Narziss und Goldmund“ ist tatsächlich als Projekt angelegt, von dem die Leute sagen würden: Dafür lohnt es sich, ins Kino zu gehen. Es gibt andere Filme, zum Beispiel aktuell "Marriage Story", die kann man durchaus auch zuhause an seinem guten Fernseher sehen, da verpasst man nicht viel gegenüber der großen Leinwand. Aber Filme, die derartig von den großen Bildern und den tollen Tönen lebt, sind einfach für das Kino gemacht. Das ist mit Hauptabendprogramm oder Streamingdienst nicht vergleichbar. Genau so arbeite ich gerade an meinem nächsten Film "Hinterland": Der wird eine Optik haben, die hat es so noch nicht gegeben, und dafür sollte es sich lohnen, ins Kino zu gehen.


"Narziss und Goldmund"

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