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Die Cineplexx Kinobetriebe

Die "Constantin" - Der Beginn


1949 gründete der Berliner Kinobesitzer Waldfried Barthel gemeinsam mit dem dänischen Filmkaufmann Preben-Philipsen den "Constantin-Filmverleih" mit Firmensitz in Frankfurt am Main. Dieser sollte der Auswertung der Rechte an den amerikanischen United Artists Filmen in Deutschland und Österreich dienen. Die Bindung zu United Artists wurde aber bald gelöst und der Firmensitz nach München verlegt.

1950 wurde zwischen Österreich und Deutschland das so genannte Filmabkommen geschlossen, wobei es zu einem Austausch von 20 österreichischen gegen 100 deutsche Spielfilme kam. Der Film "So Beginnt das Leben" war 1950 ein großer Erfolg, und der holländische Filmkaufmann Cornelis Bruyn beschloss in Österreich eine Tochterfirma des Constantin Filmverleihs zu machen. So entstand 1951 schließlich die österreichische Constantin.

Das Stammkapital betrug 20.000 Schilling, erster Geschäftsführer war Bruyn, Konzessionär und Verleih-Chef wurde Eduard Mikolasch, ehemals Geschäftsführer des Rex-Filmverleihs. Außerdem trat Anton Langhammer, von der Cerny-Film kommend, ins Unternehmen ein. Bei der Constantin begann sein Aufstieg zum Verleihprofi.

Die ersten Schritte


Das erste Verleihprogramm der Constantin Österreich umfasste genau 18 Filme. Die gesamte Staffel der United Artists Filme in synchronisierter Form wurde von der deutschen Muttergesellschaft übernommen, mit dabei auch der Oscar gekrönte "Destination Moon – Endstation Mond" von Regisseur Irving Pichel.

Die ersten Schritte der österreichischen Constantin wurden vom schwedischen Problemfilm "Sie tanzte nur einen Sommer" mit Ulla Jacobson oder von deutschen Spielfilmen mit Heinz Rühmann begleitet. Mit "Charley’s Tante" konnte die Constantin-Film in der Bundesrepublik 1956 reüssieren. Der Erfolg war nicht aufzuhalten, große Unterhaltungsfilme, gute PR, wie Reisen gemeinsam mit Kinobesitzern und Presse zu Dreharbeiten ins Burgenland, trugen dazu bei. Die Kinobesitzer fassten zunehmend Vertrauen in die Constantin-Film.

Das Ende der großen Leinwand?


Der Konkurrent "Fernsehen" wurde ab dem Jahr 1962 spürbar. Mit dem Durbridge-Krimi "Das Halstuch" wurden an den 6 Sendeabenden Quoten bis zu 89 % erzielt. Die Constantin ging also in die Offensive: In Deutschland gliederte Barthel dem Verleih im Jahr 1963 die Filmproduktion "Tera" ein, denn nur als Produzent konnte die Constantin-Film auch öffentliche Gelder der Filmförderung beanspruchen, die wiederum die kontinuierliche deutschsprachige Spielfilmproduktion erst ermöglichte.

Im Verleihjahr 1963/64 beteiligte sich die Constantin-Film an 7 Spielfilmproduktionen, 40 Filme waren im Verleihprogramm. Durch die Verwendung von Einweg-Werbe-Materialien wie Plakate und Fotos für den Aushang, konnten Filme effektiv beworben werden. Mit diesen Aktionen setzte sich die Constantin in Deutschland auf Platz 1 aller Verleihfirmen. Am 1. Juli 1965 kaufte die Bertelsmann-Gruppe 60 % der Anteile der Münchner Constantin-Film von Barthel. Das war willkommenes Kapital, denn das Kino war zweifelsfrei in der Krise der Fernsehkonkurrenz. Für viele war bereits das Ende der großen Leinwand in Sicht.

Der Beginn eigener Spielstätten


Durch die Beteiligung von Bertelsmann in München, kam es in Wien auch zu Veränderungen in der Geschäftsführung. Mikolasch schied als Geschäftsführer aus, Winklbauer und Langhammer wurden Prokuristen. Mitten in dieser ersten Kinokrise wagte Anton Langhammer einen paradoxen Schritt. Die Constantin-Film Wien begann sich plötzlich und trotz Besucherrückgang für Spielstätten zu interessieren. "Ich wollte nie Kinobesitzer sein. Aber die KIBA hat uns quasi gezwungen. Es war so schwierig, dort unsere Filme zu positionieren, dass wir gezwungen waren, eigene Spielstätten zu etablieren, wo unser Repertoire gespielt wurde", so Anton Langhammer.

1967 wurde das Kreuz Kino in der Wiener Innenstadt als erstes unter die Fittiche der Constantin genommen, ein kostspieliger Umbau finanziert, und das Angebot der Constantin Filmstaffel angepasst. 1967 erwarb die Constantin-Film 98 % des seit 1955 bestehenden Auge Gottes Kino im 9. Wiener Gemeindebezirk. Um Kinos zu betreiben, gründete Anton Langhammer im April 1968 mit einem Stammkapital von 200.000 Schilling die Lichtspieltheater-Betriebsgesellschaft m.b.H., an der er sich persönlich mit 1 % beteiligte. Das Dido Kino wurde als erstes unter der neuen Gesellschaft gekauft.

Für den Ankauf von Kinos wurde ein Kredit von 8 Mio. Schilling benötigt, für den die Constantin München als Muttergesellschaft von Wien die Haftung übernehmen sollte. Der Bank war diese Sicherstellung jedoch zu wenig, und so musste Langhammer mit seiner nur 1 %igen Beteiligung eine 100%ige persönliche Solidarhaftung übernehmen. 1971 gab die Bertelsmann-Gruppe ihre 60 %ige Beteiligung an der Constantin-Film an Barthel zurück. So wurde er wieder alleiniger Gesellschafter.

Die österreichische Tochter hatte 1971 bereits 20 Kinos. Obwohl in der Produktion weltweit nun vom Kinofilm auf die Fernsehproduktion umgesattelt wurde, blieb Langhammer der Leinwand treu. Auch er baute nun auf eigene Produktionen. 1971 gründete er die Donau Filmproduktions- und Vertriebsgesellschaft Wien zur Produktion von österreichischen Filmen, selbstverständlich unter Inanspruchnahme der Filmförderung. Damit war die Kette der Constantin auch in Österreich um ein entscheidendes Glied verlängert: jede Spielstätte wird durch die eigene Distribution mit selbst produzierten Spielfilmen gespeist.

Die 70er und 80er Jahre


Die 70er Jahre waren eine Berg- und Talbahnfahrt für die Branche. Anspruchsvollere Filme von Visconti oder Fellini fanden relativ wenig Zuschauer, Lustspiele hingegen brachten Verkäufe. Das Image des Kinos haben diese nicht gehoben – das Fernsehen war auf Überholkurs. Die deutsche Constantin-Film konnte als letzter Großverleih bis 1977 überleben. Dann schlug die Nachricht wie eine Bombe ein: am 24. Oktober wurde in München Konkurs angemeldet. Davon war natürlich auch die österreichische Tochter betroffen.

Eine Auffanggesellschaft, von den Filmproduzenten Carl Sphies und Ludwig Waldleitner gegründet, holte sich Kapital von dem Likörfabrikanten Ludwig Eckes. Die "Neue" deutsche Constantin wurde von Eckes mit 6 Mio. Mark neu aufgebaut. Langhammer konnte ihn auch überreden, die Wiener Constantin-Film um 7 Mio. Schilling aus der Konkursmasse zu kaufen und sich privat als Sicherstellung die Anteile der Constantin-Film Wien zu sichern. Falls die Constantin Wien verkauft werden sollte, gab Eckes der Neuen-Constantin-Film und Langhammer ein Vorkaufsrecht. Langhammer löste Barthel als Geschäftsführer in Wien ab. Somit war die Constantin Wien eigenständig.

1982 gründete Langhammer in Österreich die jüngste der 5 Einzelfirmen: die Cinema Kinobetriebsgesellschaft mbH Wien. Auch hier geht es um Kauf, Umbau Programmierung, erstmals auch um Tätigkeiten im Videobereich und um die Beteiligung am Linzer Kollosseum Kino. Bei der Übernahme und dem Umbau wurden in das Kinocenter mit 4 Sälen 11 Mio. Schilling investiert. Das Stammkapital der Gesellschaft betrug 1,5 Mio. Schilling.

Die Aufteilung der Gesellschaftsanteile nach dem Tod von Eckes war nicht so einfach. Seine Erbin Heidrun Tabet wollte die Wiener Constantin verkaufen, und wandte sich an Langhammer. Er und sein Sohn Christian entschlossen sich zum Kauf. Da machte die Münchner Constantin von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch, knüpfte den Kauf aber an die Bedingung, dass Langhammer auch Anteilseigner wird und Geschäftsführer bleibt.

Am 1.1.1986 wurde die Dachgesellschaft "Constantin Film-Holding GmbH" gegründet. Der Konzern vereinte nun 5 Einzelfirmen, Langhammer wurde alleiniger Geschäftsführer. Die österreichische Constantin war nun mit 55 Mio. Schilling Stammkapital der größte Konzern in der Verleihbranche. Bis in die 90er Jahre war die KIBA vor der Constantin der größte Kinobetreiber in Österreich. Frei nach dem Motto "Verbünde dich mit jenen, die du nicht schlagen kannst", gründeten die beiden 1992 die gemeinsame Cineinvest Kinoerrichtungs- und Betriebsgesellschaft mbH. Nun wurden gemeinsam neue Multiplex-Kinos errichtet und betrieben.

Die "Constantin" - Der Wandel zum Familienunternehmen


Im Jahr 1993 wurde die Cineplexx Kinobetriebe GmbH gegründet, ein Tochterunternehmen der Constantin Film Holding GmbH. Die Cineplexx Kinobetriebe GmbH entwickelte sich in einer Zeit, als viele traditionelle Kinos in Österreich verschwanden und Multiplex-Kinos den Markt eroberten. Constantin Film reagierte auf diesen Trend und bildete in Österreich eine Gruppe mit 20 Kinos und 157 Leinwänden. Darüber hinaus bestehen traditionelle Lichtspieltheater mit insgesamt 16 Sälen.

Neben Constantin Filmen vertreibt der Constantin-Filmverleih 2002 in Österreich auch Filme der deutschen Partner Tele München Gruppe (Concorde Film), Senator Entertainment AG, Tobis Studio Canal Verleih GmbH&Co und Kinowelt Medien AG. Zu diesen Zeiten steht in der Bilanz ein Jahresumsatz von über 11 Mio. Euro. Damit ist der Constantin-Filmverleih Marktführer in Österreich. Die Kinokette erwirtschaftet bereits 60 Mio. Euro.

In Deutschland hingegen braut sich ein neues Unwetter zusammen. Kirch-Media ist pleite. Die Kirch-Beteiligungs GmbH, eine Schwestergesellschaft der jetzt insolventen Kirch-Media, ist über ihre Tochtergesellschaft Sigmascope mit 76,67% Mehrheitseigentümer der Constantin-Film-Holding GmbH Wien. Den restlichen Anteil der Constantin hält die Familie Langhammer. Wieder einmal ist die österreichische Constantin von der deutschen Pleite nicht betroffen, da sie zur Gänze selbstständig finanziert ist.

Jetzt verkauft die Kirch Gruppe ihre 23 % Beteiligung an der Münchner Constantin an die Schweizer Highlight Communications um 29,3 Mio Euro. Die weiteren Constantin Großaktionäre sind Bernd Eichinger und der Medienkonzern EM.TV. Nun ist der Moment für die Familie Langhammer gekommen, sich von dem durch die gelegentlichen kommerziellen Probleme gebeutelten deutschen Mutterkonzern endgültig zu lösen.

Dazu sprangen potente Partner ein, wie etwa die Volksbanken AG. Im November 2002 war es soweit. Eine Presseaussendung verkündete stolz: Die Familie des Mitbegründers des Filmverleihers und Kinobetreibers Constantin Österreich, Anton Langhammer, hat den bisherigen Anteil der Kirch-Gruppe übernommen. Die Constantin-Film Holding GmbH befindet sich damit im 100 %igen Besitz der Familie Langhammer.

Digitalisierung und Expansion ins benachbarte Ausland


Zwischen 2002 und 2010 entstehen im Rahmen der Cineplexx in Österreich weitere Kinos. Mit Ende 2009 war die Umstellung aller Cineplexx Kinos von analog auf digital abgeschlossen. Das Investitionsvolumen betrug 24 Mio. Euro. Die enorme logistische Vereinfachung aller Abläufe liegt auf der Hand. Außerdem sind alle digitalen Beschickungsmöglichkeiten – bis hin zum Satellitenempfang – Tür und Tor geöffnet. Bemerkenswert ist, dass Österreich in der Umsetzung dieser neuen Technologien weltweit führend ist.

Ebenfalls 2009 startete die Cineplexx International GmbH eine Expansion ins benachbarte Ausland und eröffnete in Bozen/Südtirol das erste Kino außerhalb Österreichs. Ebenso übernahm Cineplexx in Zagreb ein Kino in der Innenstadt und legte damit den Grundstein für die Expansion in Kroatien. 2011 und 2012 kamen Cineplexx Kinos in Kroatien, Serbien, Montenegro und Mazedonien dazu. Im Mai 2013 erfolgte die weitere Expansion mit fünf Cineplexx Multiplex Kinos in Slowenien. Den Schlusspunkt für das Jahr 2013 setzte man mit der Eröffnung des ersten 7-Saal-Kinos in Albanien am 12. Dezember 2013. Im Frühjahr 2014 wurde ein weiteres Kino in Serbien (Usce, Belgrad) eröffnet.

Aktuell werden über 100 Leinwände außerhalb Österreichs bespielt. Heute ist Cineplexx mit 40 Multiplex- und 6 traditionellen Standorten in Österreich, Albanien, Griechenland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien vertreten und bespielt rund 300 Säle. Mit rund 1.200 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2014 einen Umsatz von 120 Millionen Euro. 2014 begrüßten die Cineplexx Kinos rund 10,5 Millionen Besucher.

Stand: 13. Jänner 2016